Jiddische Proteslieder am Puls der Zeit

Workshop mit Isabel Frey

Samstag, 29.10.2022, 9:00–12:00 Uhr

Ort: Herwig Reiter Studio, Anton-von-Webern-Platz 1

Jiddische Protestlieder stammen aus der jüdischen Arbeiter*innenbewegung von vor über 100 Jahren. Trotzdem sind viele ihrer Themen wie Arbeitslosigkeit, Migration, Frauenunterdrückung und Ausbeutung auch für die heutige politische Lage relevant. In diesem Workshop beschäftigen wir uns näher mit dem Genre der jiddischen Protestlieder: Was ist die Geschichte dieser Lieder? Was macht ein Protestlied aus? Und wie können wir heute unserem politischen Unmut musikalischen Ausdruck verleihen? Nachdem wir einige Lieder gemeinsam gelernt und gesungen haben, starten wir eine mehrsprachige „Protestliedwerkstatt“ in der die Teilnehmer*innen sich selbst im politischen Songwriting üben können.
 

Isabel Frey ist eine Künstlerin, die etwas zu sagen hat, ihre Meinung vertritt und dies vor allem auch über das Spielen von alten jiddischen Revolutions- und Widerstandsliedern tut. Die in Wien lebende jüdische Sängerin stieß vor wenigen Jahren auf ihrer Suche nach einer säkularen und progressiven jüdischen Identität in der Diaspora auf die Tradition und die Musik der jüdischen Arbeiter*innenbewegung, die – blickt man sich nur einmal um, was heutzutage in Bezug auf Ausbeutung, Migration und die Unterdrückung von Frauen weltweit passiert – nichts von ihrer Aktualität und Relevanz eingebüßt haben. Außerdem schreibt sie ihre Dissertation über jiddische Lieder und betreibt gemeinsam mit Benjy Fox-Rosen künstlerische Forschung am Music and Minorities Research Center. Website: www.isabelfrey.com